Iberia 2026

Tag 29+30: Am roten Fluß

Tag 29+30: Am roten Fluß

MO 30.03.2026

MO 30.03.2026

Heute ist Ruhetag, ich nutze die Zeit, um etwas aufzuräumen, zu lesen und die Reiseplanung für die kommenden Tage zu machen – lasst Euch überraschen.

Am frühen Nachmittag noch ein kleiner Spaziergang durch den Pinienwald, rund um den Campingplatz. Hier gibt es weit und breit keine Siedlung, nur Wald.

DI 31.03.2026

Früh verlasse ich den Campingplatz, heute habe ich einige Kilometer vor mir – und den Rio Tinto, den roten Fluß. Das Wasser des Flußes, der über etwa 100 km durch Andalusien fließt, weist je nach Tiefe und Lichtverhältnissen eine Färbung von orange, über verschiedene Rottöne bis hin zu violett auf.

Ursache für die Verfärbung sind sulfidische Schwermetallminerale aus den Erzlagerstätten nahe seiner Quelle. Hier wird nachgewiesen seit über 5.000 Jahren Erz abgebaut und die Verwitterung der Abbauprodukte werden bei Regen in den Fluß gespült. Dieser ist aufgrund der Schwermetalle und der Schwefelsäure-Zuflüsse tot, außer einigen Bakterien kann kein Lebewesen im Fluß überleben.

Ich besuche ein kleines Museum, das die Geschichte des Bergbaus in der Region aufzeigt, da jedoch alle Erklärungen ausschließlich in spanisch sind, ist das wenig spannend. An einer alten Bahnstation im ehemaligen Minengelände gibt mir ein Mitarbeiter den Tipp, Richtung Berrocal zu fahren. Dort unternehme ich eine kleine Wanderung von dem Bergdorf aus runter an den Fluß.

Auf der anderen Seite entdecke ich eine durchlöcherte Steilwand, welche von einer Kolonie Bienenfressern als Nistbereich genutzt wird. Zwei Falken, die hier kreisen, werden von ihnen gemeinsam vertrieben. Leider ist die Entfernung sehr groß, aber man kann die Vögel mit ihrem bunten Gefieder beim Einzoomen in die Fotos deutlich erkennen.

Nach der Wanderung ist es bereits Nachmittag und ich mache mich auf den Weg zum heutigen Übernachtungsplatz zwischen Merida und Caceres in der nördlichen Extremadura. Hier komme ich gegen 19:00 h an, Zeit genug, um noch alles vorzubereiten – für das Abendessen und das vierte Viertelfinalspiel. Erst im 6. (!!) Drittel, nach über 100 Minuten Spielzeit, können die Haie auch dieses Spiel für sich entscheiden und ziehen damit ins Halbfinale ein.

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