MO 02.03.2026
Bei morgens noch kaltem Wetter und blauem Himmel startet die Reise gen Süden. Ich habe die Route über den Schwarzwald, kurz vor Basel dann ins Elsass an Mulhouse vorbei gewählt.
Nach ca. 500 km steuere ich einen Übernachtungsplatz an. Es handelt sich um einen Stellplatz von Camping-Car-Park, einer französischen Gesellschaft, welche in den vergangenen Jahren zahlreiche kommunale Campingplätze übernommen, aber auch neue Plätze gebaut hat. Anmeldung und Einchecken erfolgt auto-matisch, Wasser, Entsorgung und Strom sind immer im Preis inbegriffen. CampingCar verfügt über keine eigenen Plätze, sondern ist lediglich Betreiber und stellt die einheitliche Infrastruktur mit Schrankenanlage, Ver- und Entsorgungsstation und E-Säulen und kümmert sich um diese Technik. Die Gemeinden behalten das Eigentum am Gelände und erhalten die Übernachtungsgebühren abzüglich einem Obulus an den Betreiber. Inzwischen wurden bereits die ersten Plätze in Deutschland eröffnet.
Nach der Ankunft und Versorgung noch ein kleiner Spaziergang, dann Abendessen und am Abend noch ein Treffen unserer Fotogruppe per Videokonferenz. Die Gruppe existiert nun bereits seit fünf Jahren und entstand aus einem Online-Seminar des Fotografen Thorge Berger zur Reisefotografie während der Corona-zeit. Es ist schön, dass immer noch etliche der damaligen Teilnehmer am Start sind. Leider ist meine Verbindung ausgesprochen schlecht, sodass ich mich vorzeitig verabschiede und früh schlafen gehe.

DI 03.03.2026
Ich bin früh wach und mache mich nach dem Frühstück auf den Weg. Es hat Morgennebel, die Nacht war mit knapp über dem Gefrierpunkt knackig kalt, aber die Sonne steht bereits am wolkenlosen Himmel und es verspricht, ein warmer Tag zu werden.
Nach wenigen Kilometern erreiche ich Besançon, eine Industriestadt früher Zentrum der Uhren- und Textilindustrie, heute führend in der Mikro- und Nanotechnologie. Oberhalb der Stadt thront eine Festungsanlage des Baumeisters Vauban aus dem 17. Jahrhundert. Auf Festungen Vaubans sind wir bereits auf unserer Reise 2025 durch Südfrankreich gestoßen. Ich steige hinauf zur Befestigungsanlage und besuche auf dem Weg dorthin auch die Kathedrale. Als ich gegen Mittag wieder zum Parkplatz zurückkehre hat es hier in der Stadt bereits 21 °C.



Weiter geht es Richtung Süden, vorbei an Lyon bis zu einem Stellplatz in Châteauneuf-sur-Isère, einer kleinen Gemeinde am Fluss Isère, kurz vor dessen Mündung in die Rhône. Hier übernachte ich auf einem Stellplatz inmitten von Obstplantagen, deren Bäume bereits in voller Blüte stehen. Rechts und links der Strassen ein Blütenmeer in rosa und weiss, am Horizont sind die schneebedeckten Gipfel der Alpen zu erahnen.
