Iberia 2026

Tage 57-60: Wo ist meine Hose ?

Tage 57-60: Wo ist meine Hose ?

MO 27.04.2026

Nach dem Frühstück verlassen wir Bilbao, noch ein letzter Blick vom Camper auf die unter uns liegende Stadt. Die nächsten Tage stehen längere Fahrtzeiten vor uns, wir haben uns entschieden, Christines Schwester und den Schwager in der Hallertau, dem großen Hopfenanbaugebiet im Dreieck Ingolstadt, Regensburg und Landshut, zu besuchen. Unser Schwager Heinz hat am 1. Mai seinen 88. Geburtstag, bis dahin wollen wir dort sein.

Dementsprechend sind wir auf der Autobahn unterwegs, die sich entlang der Atlantikküste durch die Ausläufer der Pyrenäen schlängelt. Am Ende des Tages sind wir, vorbei an Bordeaux, in der Nähe von Périgueux, der größten Stadt im Département Dordogne gelandet. Außer einem kleinen Spaziergang um den Campingplatz geschieht nichts mehr, wir sind den ganzen Tag unterwegs gewesen.

DI 28.04.2026

Ein weiterer Fahrtag durch den Süden und die Mitte Frankreichs. Am Ende des Tages sind wir bereits im Osten Frankreichs, in Besançon, Hauptstadt der Region Franche-Comté. Leider bleibt nach der langen Fahrt weder Zeit noch Kraft, die historische Stadt mit der Befestigungsanlage von – Ihr ahnt es schon – Vauban zu besichtigen.

Der Campingplatz liegt am Stadtrand, wir genießen abends beim Italiener eine köstliche Pizza, dann geht´s zum Schlafen.

MI 29.04.2026

Was für ein Morgen ! Beim Anziehen vermisse ich meine Hose, sie liegt nicht beim Rest der Kleidung auf der Sitzbank. Ich suche den Camper ab, Christine macht sich über mich lustig – ich habe sie im Verdacht, mir einen Streich zu spielen.

Als ich nach draußen gehe, liegt die Hose zusammengerollt unter der Motorhaube. Ich bin doch kein Schlafwandler ?  War da nachts jemand bei uns im Camper ? Bei der Rückkehr von der Toilette sehe ich ein Paar aus Deutschland im Gespräch mit zwei Polizist*Innen. Bei Ihnen wurde nachts der Camper aufgebrochen, ein Rucksack mit Notebook und Bargeld gestohlen, die Hose des Mannes offensichtlich durchsucht und dann draußen liegen gelassen. Da haben wir ja wohl noch Glück gehabt, dass bei uns nichts weg ist. Plötzlich ruft eine Mitarbeiterin des Campingplatzes, sie hat im Gebüsch eine Damenhandtasche gefunden. „Das ist doch meine“ höre ich von Christine.

Tatsächlich – auch uns hat man beklaut. Rund 180 € Bargeld sind verschwunden, zum Glück Geldbeutel mit Ausweis, Führerschein und Karten noch da. Ihr Rucksack ist weg, der Inhalt größtenteils im Gebüsch. Ist das nun schon Beihilfe, wenn man den Dieben den Transportbehälter fürs Diebesgut zur Verfügung stellt ?

Die Polizisten haben viel zu tun. Mindestens sechs Fahrzeuge wurden in der Nacht aufgebrochen. Bei der Suche nach Christines Rucksack finde ich im Gebüsch eine Damenhandtasche – die Betroffene hatte noch nicht bemerkt, dass diese fehlte. Von der Möglichkeit, bis 16:30 h in Besancon zu bleiben, um dann die Anzeige zu unterschreiben, machen wir keinen Gebrauch. Der Weg nach Sigmaringen, wo wir einen Platz gebucht haben, ist noch weit.

Abends dort dann noch einen kleinen Spaziergang, der Blick auf´s Schloss im Abendlicht und schwäbische Küche. Was will man mehr ?

DO 30.04.2026

Morgens liegt die Hose, wo sie hingehört, wir hatten eine ruhige Nacht.

Heute die vorletzte Etappe auf dem Weg nach Niederbayern. Wir fahren noch ein Stück durchs Donautal, dann auf der Albebene durch grüne Landschaften. Schön ist es hier.

In Landsberg am Lech fahren wir von der Autobahn und genießen in einer Brauereigaststätte bayerische Küche, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz auf der Isarspitze in Landshut weiterfahren. Der Weg um München ist wie immer beschwerlich, dieses Mal noch unterstützt durch Feierabend- und Langes-Wochenende-Verkehr.

Auf dem Campingplatz erhalten wir zur Begrüßung einen Espresso und einen Platz im Grünen, zwischen der Kleinen und der Großen Isar.

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