SA 25.04.2026
Heute fahren wir nochmals ca. 140 km westwärts. Unser Ziel ist ein Wohnmobilstellplatz in einem Vorort von Bilbao. Der Platz liegt auf einem Berg und ist terrassenförmig angelegt, wir erhalten einen Platz in der ersten Reihe und können direkt auf die Stadt sehen.



Von hier fährt ein Bus bis in die Stadt, samstags alle 30 Minuten, und er braucht gut 20 Minuten für die Strecke. 1,70 € kostet die Fahrt pro Person. Nachdem der Camper steht, das Stromkabel angeschlossen ist, machen wir uns auf zu einer ersten Stadterkundung. Unser Weg führt uns durch die Altstadt, vorbei an der Kathedrale und durch Gassen, die für Fahrzeuge gesperrt sind. Es herrscht hier eine fröhliche Atmosphäre, die Leute stehen und sitzen auf den Straßen, genießen ein Bier, einen Wein, einen Campari. Alle sind ausgelassen, die Stimmen und das Lachen hallen durch die Gassen.

Nach dem Besuch in einem kleinen Café fährt Christine mit dem Bus zum Platz zurück. Ich bummle am Fluss entlang bis zum Guggenheim-Museum in der einzigartigen Architektur von Gehry. Ich kenne bereits seine zwei Bauten im Düsseldorfer Medienhafen, die runden und fliessenden Formen, die fast schon organisch scheinen.
Hier bin ich eher enttäuscht. Dem Gebäude fehlt der notwendige Freiraum, um es in Szene zu setzen. Die benachbarte Brücke drückt und stört die Blickachsen. Zudem ist das Licht heute ungünstig. So mache ich mich nach einer Runde um das Gebäude auch auf den Rückweg.

Als es dunkel wird und die Lichter der Stadt eingeschaltet sind, zeigt sich, welch tolle Aussicht wir direkt vom Stellplatz aus genießen können. Ich mache noch einige Nachtaufnahmen als Langzeitbelichtungen. Fast wäre das in´s Wasser gefallen, musste ich doch feststellen, dass ich offensichtlich beim letzten Transport des Stativs auf dem Fahrrad den Kugelkopf verloren habe und das Stativ so wertlos geworden ist. Zum Glück habe ich einen selbst befüllten und vernähten „Bohnensack“ dabei, auf dem ich die Kamera ablegen kann. Die Stromsäule unmittelbar neben unserem Platz bietet hierfür eine perfekte Fläche in der richtigen Höhe.
SO 26.04.2026
Ich habe gestern Abend spaßeshalber noch recherchiert, wie lange vorher man Karten für das Guggenheim-Museum reservieren muss – und siehe da: ich habe zwei Rentnertickets für heute 13:00 h bekommen. Also machen wir in kurz vor Mittag auf den Weg in die Stadt.

Im Museum ist derzeit eine Sonderausstellung über das Schaffenswerk von Ruth Asawa, einer US-amerikanischen Bildhauerin, von der uns insbesondere ihre aus Draht geflochtenen Skulpturen fasziniert haben. In der zweiten Ebene war die Ausstellung „Arts of Earth“ zu sehen, ansonsten fand sich eine weitere Etage mit Werken moderner Künstler u.a. Beuys, Warhol und Lichtenstein.
Als wir das Museum verlassen, ist es Kaffeezeit und natürlich finden wir dafür die passende Pasteleria, bevor es zur Bushaltestelle und wieder zurück zum Stellplatz geht.