Iberia 2026

Tag 7+8: Wintercamping und Vulkanpark

Tag 7+8: Wintercamping und Vulkanpark

SO 08.03.2026

Jetzt hat es heute Nacht doch tatsächlich geschneit ! Nicht viel, aber es reicht für eine dünne weiße Schicht auf dem Boden und es ist früh morgens frostig kalt. Das soll mich jedoch nicht davon abhalten, die geplante Zugfahrt zu unternehmen. Vorsichtshalber packe ich noch Windjacke, Mütze und Handschuhe in den Rucksack.

Gestern Abend habe ich noch nach den Fahrkarten recherchiert und tatsächlich, auf der Seite der SNCF wurde mir der Preis für die Hinfahrt mit 1 € ausgewiesen. Ich habe mich davon überzeugt, dass ich auch wirklich auf der originalen Webseite der französischen Bahn bin und gebucht. Danach dann noch die Rückfahrt, ebenfalls 1 €. Als dann nach dem Einsteigen die Schaffnerin kam, das elektronische Ticket scannte und zufrieden war, wusste ich : Alles richtig gemacht.

Die alte Bahn mit der Spurweite von 1 m in den Farben der Katalanen, gelb und rot, absolviert die Strecke von etwas über 30 km in knapp 1 ½ Stunden – das ist Entschleunigung. Wir passieren den mit fast 1.600 m höchstgelegenen französischen Bahnhof, bevor es dann in sachten Kurven wieder nach unten geht. Rechts und links bieten sich immer wieder Blicke auf die Pyrenäengipfel der Umgebung, in der zweiten Reihe gehen die weiß bedeckten Gipfel nahtlos in die Wolken über. Zumindest in der Bahn brauchte ich Mütze und Handschuhe nicht, die Abteile sind gut geheizt.

Die Zuglinie wurde zwischen 1903 und 1910 gebaut, 1927 wurde sie dann bis bis zum internationalen (!) Bahnhof Latour-de-Carol-Enveitg verlängert und damit an das Bahnnetz zwischen Toulouse und Barcelona angeschlossen. Die Bahn wurde von Anfang an elektrisch betrieben, die Gleichspannung von 850 V stellten eigens dafür gebaute Wasserkraftwerke zur Verfügung.

Hin- und Rückfahrt einschließlich der Pause an der Endstation dauern fast fünf Stunden, sodass es bereits Nachmittag ist, als ich am Ausgangsort ankomme. Jetzt will ich aber endlich nach Spanien weiter, ein Campingplatz bei Besalu ist mein Ziel. Den Platz erreiche ich gegen 19:00 h, es ist bereits dunkel und ich bin froh, am Ziel zu sein.

MO 09.03.2026

Nach dem Frühstück besuche Besalu, eines von vielen Bergdörfern dieser Gegend und touristisch gut erschlossen. Das merkt man auch am Preis des Parkplatzes, 12 € kostet mich das Tagesticket, darunter geht es nicht. Als ich ankomme, sind noch keine Leute unterwegs und so kann ich mir in aller Ruhe das Dörfchen ansehen und das ein oder andere Foto machen.

Weiter geht es in die Garrotxa, ein Vulkangebiet mit mehr als vierzig Kegel und diversen Lavaströmen. Auf dem Weg noch ein kurzer Zwischenstop bei Castellfollit de Rocca. Das Bergdorf liegt spektakulär auf einem Fels, der sich über dem Tal des Flusses El Fluvia erhebt.

Hatte ich mich in den letzten Tagen zumeist bewegen lassen, war es nun Zeit, mich mal selbst zu bewegen. So unternehme ich im Naturpark eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall, der durch die Regenfälle der letzten Tage ordentlich Wasser zur Verfügung hat.

Danach noch ein letztes Bergdorf in der Umgebung – Rupit. Der alte Dorfkern ist komplett auf einem Fels gebaut, die Häuser scheinen nahtlos aus dem Stein zu wachsen, die steilen Gassen sind zum Teil behauener Fels, zum Teil Natursteinbelag.

Nach einer Kaffeepause verlasse ich die Garrotxa und fahre zurück zum Mittelmeer auf einen Stellplatz bei Maramo. Warum ich diesen Platz ausgesucht habe, erzähle ich dann im nächsten Bericht.

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