MI 18.03.2026
Nach dem Frühstück Aufbruch zu einer kleinen Fahrradtour, Akkus frisch geladen und zusätzlich eine Powerbank fürs Telefon dabei. Die Gegend finde ich jetzt gar nicht so spannend, wie sie in Berichten gerne beschrieben wird. Es erinnert stark an das Ebrodelta, naja – auch hier wird im großen Stil Reis angebaut. Vielleicht liegt es ja auch an der Jahreszeit ? Die rastenden Zugvögel auf der Durchreise sind wohl schon weitergezogen, die Felder meist ausgetrocknet und braun. Trotzdem genieße ich die Fahrt auf den kleinen Feldwegen und falls man eine Straße langfahren muß, gibt es meist einen markierten Randstreifen für Radfahrer. Die Spanier fahren sehr zurückhaltend und halten ausreichend Abstand, selbst hier kommt kein Stress auf. Ich genieße eine Kaffeepause direkt am Meer und höre den Wellen zu.

Nachmittags den Camper aufräumen und zum Abend setze ich mich nochmals auf den Sattel und radle ans Wasser. Es soll ein schönes Abendrot geben und ich suche mir einen Platz, um einen Zeitraffer zu fotografieren. Fast 600 Fotos in einer knappen Stunde, das reicht für etwa 20 sec Filmsequenz.
DO 19.03.2026
Nach dem Frühstück fahre ich in ein benachbartes Naturreservat, nur knapp 3 km vom Campingplatz entfernt. Leider hat man hier geschlossen – es ist ja Feiertag in der Region. Stattdessen unternehme ich eine kleine Radtour ein Stück entlang der Albufeira. Es sind hauptsächlich Seidenreiher, die die Felder bevölkern, ab und zu sieht man auch mal einen Silberreiher und aus der Ferne junge Flamingos, die noch nicht die von der Nahrung herrührende rosa Färbung haben, sondern weiß und grau sind.



Am späten Nachmittag nehme ich den Bus nach Valencia, die Fallas zumindest ein bisschen erleben. Ich folge der Menschenmenge und komme schließlich an den Platz der Porta di Mare, einem alten Stadttor. Hier sammeln sich schon die Menschen rings um den Platz und auch einige Feuerwerker sind hier. Ich harre der Dinge, die da kommen mögen.
Und sie kamen: Zunächst Vertreterinnen verschiedener Stadtteile mit ihren Kostümen, begleitet von Fackelträgern. Dann folgten mehrere Gruppen, die verschiedene Feuerwerke mit sich trugen. Überall Lärm, Feuer und Rauch – ein besonderes Erlebnis. Ich habe dazu ein kleines Filmchen mit mehreren Szenen zusammengeschnitten. Die Qualität ist der Menschenmenge und den Rahmenbedingungen geschuldet, aber man bekommt wohl einen Eindruck.
Danach lasse ich mich noch etwas durch die Stadt treiben. Jetzt ist zunächst die Verbrennung der „Kinderfallas“ angesagt. Zunächst gibt es am Platz der jeweiligen Falla ein Feuerwerk, dann werden die kleinen Figuren dem Feuer preisgegeben. Später wird dies noch mit den großen Figuren geschehen und um Mitternacht findet dann ein noch größeres Feuerwerk auf einer Brücke statt.
Die ganze Stadt ist auf den Beinen, man geht von Falla zu Falla, von Feuerwerk zu Feuerwerk, Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben eine Menge Spaß und ziehen durch die Stadt. Mir genügen die Eindrücke und ich nehme den Bus zurück zu meinem Schlafplatz.