DI 24.03.2026
Ich verlasse den Platz nach dem Frühstück und mache mich auf eine kleine Wanderung im engeren Wüstengebiet. Dabei befinde ich mich allerdings auf einem kleinen Plateau, welches seitlich steil abfällt. Da unten im Canyon wäre noch ein Wanderweg, aber da kommt man nicht hinunter.





Hier in der Gegend liegt eine ehemalige Kulissenstadt – WesternLeone – benannt nach dem italienischen Regisseur Sergio Leonie, der hier u.a. 1968 „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit Claudia Cardinale, Henry Fonda und Charles Bronson drehte. Die Kulissenstadt wird nur noch zu touristischen Zwecken genutzt und verfällt zusehends – was allerdings den fotografischen Reiz nicht schmälert.

Nach der Besichtigung versuche ich meine geplante nächste Übernachtungsstation anzusteuern, eine weitere Filmkulissenstadt, die ebenfalls touristisch bespielt wird, aber hier werden heute noch Filme gedreht, so z.B. Bully Herbigs „Schuh des Manitou“. Hier kann man auch mit dem Camper übernachten und ich hoffe auf einige schöne Szenen bei einbrechender Dunkelheit.
Am Eingang wird mir erläutert, derzeit sei kein Camping möglich, ein Grund wird nicht genannt. Da es bereits früher Nachmittag ist, mache ich noch eine kleine Wanderung zum Castell von Tabernas und kehre dann zu meinem Platz der vergangenen Nacht zurück. Erik, der holländische Betreiber hat mir gesagt, abends gäbe es „Hollandse Tapas“, das werde ich dann mitnehmen.
Mittwoch 25.03.2026
Es ist eine klare Nacht, morgens um 4:00 h haben wir gerade noch 3,5 °C. Trotzdem stehe ich auf und versuche noch einmal, die Milchstraße zu fotografieren. Gegenüber dem letzten Mal gibt es hier keinerlei Problem mit Lichtverschmutzung. Schwieriger ist es eher, einen halbwegs annehmbaren Vordergrund zu haben. Nur Himmel allein ist nicht wirklich der Bringer.

Da ich keine Lust habe, zu der Uhrzeit und bei den Temperaturen noch lange irgendwohin zu gehen, baue ich das Stativ am Pool auf. Da dieser über Nacht gegen Auskühlung abgedeckt ist, entfällt zwar die Möglichkeit einer Spiegelung, aber die Büsche und Bäume hier sind als Vordergrund einigermaßen tauglich.

Nach den Aufnahmen nochmal für 2 Stunden ins Bett, nach dem Frühstück geht es zunächst ein Stück nach Norden, dann westlich, entlang der schneebedeckten Berge der Sierra Nevada in Richtung Guardix. Unterwegs noch ein kurzer Fotostopp, von außen massive maurische Festung, im Inneren soll sich ein prächtiges Schloss befinden.

Guardix ist bekannt für über 2.000 Höhlenwohnungen, viele davon werden heute noch bewohnt. Die heutige Fahrt ist sehr vielseitig, oft begleitet von den unterschiedlichsten Gesteinsformationen rechts und links der Straße, zumeist ist es Sandstein, der hier in den unterschiedlichsten Tönen von gelb bis rot dominiert. Vieles hier erinnert mich an meine Reise durch den Südwesten der USA, Spanien hat hier auch einiges zu bieten, abseits der Städte und Strände. Die weitere Fahrt führt in Richtung Granada, ca. 25 km davor steuere ich einen Campingplatz nahe der Autobahn an. Die Aussicht von meinem Stellplatz auf die Sierra Nevada ist beeindruckend. Dieses Hochgebirge mit seinen Gipfeln bis knapp 3.500 m Höhe ist ganzjährig schneebedeckt und eines der südlichsten Skigebiete Europas.

Achja – und dann ist da noch das erste Viertelfinalspiel der Haie gegen Schwenningen, bei dem sich die Badenzer 1:0 geschlagen geben müssen. In zwei Tagen geht die Serie „best of 7“ weiter, wer viermal gewinnt spielt Halbfinale.