DO 26.03.2026
Der heutige Tag führt mich zunächst in die Berge in der Nähe der andalusischen Stadt Antequera – El Torcal, ein Naturpark auf einer Höhe von 1.100 – 1.400 m Höhe. Früher von einem Meer bedeckt, hat sich das Karstgestein später nach oben verworfen. Durch Frostrisse und Erosion entstand eine surreal anmutende Gegend, die waagerecht aufeinanderliegenden Steinplatten scheinen von Riesen gestapelt zu sein.


Bei meiner Ankunft gegen 11:00 h ist der obere Parkplatz gesperrt, ich parke unten neben der Straße und mache mich auf den ca. 3,5 km langen Weg zum Besucherzentrum. Der Weg führt steil nach oben, teils auf Wiese, meist jedoch auf steinigen Wegen. Oben angekommen, gehe ich noch den obligatorischen Rundweg, zwischen den unterschiedlichsten Gesteinsformationen geht es ständig auf und ab.

Zurück nehme ich den Shuttlebus, habe ich mir vorgenommen und da stehen auch bereits etliche mit demselben Vorhaben. Der Bus kommt, Gäste steigen aus und dann erklärt der Beifahrer etwas. Die Leute weichen murrend zurück – nur ich habe nichts verstanden. Auf Nachfrage wird mir erklärt, dass der Fahrer nun seine Mittagspause macht und erst um 15:00 h wieder nach unten fährt. Also gehe ich zu Fuß zum Camper zurück, dieses Mal entlang der asphaltierten Straße…
Mein Übernachtungsplatz ist ein Camping bei Olvera, einem der andalusischen „weißen Dörfern“. Es ist nicht ganz einfach, hierher zu gelangen. Das Navi schlägt mir eine Route vor, die mich 20 km weit erst auf Landstraßen, dann auf asphaltierten Wegen und schlißlich auf Schotterpisten führt. Dazu kommt, dass dieses Gebiet offensichtlich unter den starken Regenfällen Anfang des Jahres stark gelitten hat und Erdrutsche, Unterspülungen und Brückenschäden den Weg nicht verbessert haben. Schließlich beschließe ich umzukehren, fahre zurück und nehme einen weiten Umweg auf Bundesstraßen. Auch hier gibt es immer wieder kurze Abschnitte mit Straßenschäden, es wird aber bereits wieder instand gesetzt. So erreiche ich mein Ziel erst gegen 18:30 h.
FR 27.03.2026
Heute steht eine kleine Tour mit dem Fahrrad auf dem Programm. Mithilfe von Komoot habe ich mir eine Strecke nach Setenil de la Bodega, ein weiteres „weißes Dorf“ ausgesucht, auf dem Rückweg möchte ich auch Olvera einen Besuch abstatten.

An der Abzweigung Richtung Setenil ist die Straße gesperrt, Arbeiter setzen diese offensichtlich instand und erklären mir mit Händen und Füßen, dass ich hier nicht durchkomme. Also zurück, bei Olvera gibt es noch einen Abzweig. Hier wird bereits auf dem Hinweisschild erklärt, dass die Straße gesperrt ist. So entschließe ich mich, zunächst Olvera zu besichtigen und nachmittags mit dem Camper nach Setenil zu fahren.

Olvera ist ein klassisches Bergdorf, ganz oben die Kirche und die in dieser Gegend obligatorische maurische Festungsanlage. Den Berg hoch ziehen sich die weiss verputzten Häuser entlang schmaler Gässchen.
Die Fahrt nach Setenil de la Bodega mit dem Camper bestätigt meine Entscheidung, diesen Umweg nicht mit dem Rad zu machen. Weniger wegen der Entfernung, aber ein beträchtliches Stück führt entlang der Bundesstraße ohne Radweg. Man wäre hier also als beliebtes Hindernis unterwegs. Die Spanier halten tatsächlich Abstand von Radfahrern und überholen nur, wenn die Gegenfahrbahn frei ist. Wer hat auf dem Rad schon gerne einen ungeduldigen Fahrer eines 30-Tonners hinter sich ?
Angeblich ist der Name der Ortschaft lateinischen Ursprungs und bedeutet „Sieben Mal Nichts“. Dies rührt aus der Zeit der Reconquista. Die Gegend um Setenil war ca. 200 Jahre lang Grenzgebiet zwischen Mauren und Christen, und die Ortschaft sei erst im siebten Anlauf in christliche Hand gefallen.


Jedenfalls ist der Ort anders als die übrigen weißen Dörfer. Zwar thront auch hier auf dem Felsen eine Kirche, aber die ältesten Häuser sind am Fuße des Felsens, sozusagen unter und an den Fels gebaut.
Abends gibt es dann noch das zweite Spiel im Viertelfinale : Die Haie gewinnen 4:2, zweiter Sieg im Viertelfinale !