Iberia 2026

Tag 37+38: Wahrhaft Wehrhaft

Tag 37+38: Wahrhaft Wehrhaft

DI 09.04.2026

Ich bleibe noch eine weitere Nacht auf dem Platz. Heute ist es sehr regnerisch, aber die dunklen Wolken reißen immer wieder auf und dann kommt für einige Minuten die Sonne heraus.

Ich nutze den Vormittag damit, an meinem wohl letzten Projekt im Museum Ludwig / Philharmonie weiter zu arbeiten. Diesen Monat möchte ich noch die Entwurfsplanung hierfür fertigstellen.

Am Nachmittag weichen die Regenwolken, die Sonne lockt und ich beschließe, rund um den Campingplatz einen kleinen Spaziergang zu machen. Die Gegend hier ähnelt der auf der anderen Seite der Grenze, es gibt viele Korkeichen, die Grundstücke sind mit Natursteinmauern umfriedet und immer wieder sieht man Schafe oder Kühe zwischen den Bäumen.

Die Bewegung tut gut, aber es kommt wieder mal eine dunkle Wolke und plötzlich fängt es an zu schütten. Leider sind die Kronen der Eichen nicht dicht genug, um den Regen von mir abzuhalten und so marschiere ich zügig zum Camper zurück. Auf den letzten Metern werde ich dann auch wieder von der Sonne begleitet.

MI 08.04.2026

Heute soll es weitergehen, entlang der Grenze fahre ich noch etwas südwärts bis in die kleine Stadt Elvas. Die relativ unbekannte Stadt nahe der spanischen Grenze wurde 2012 als „Grenz- und Garnisonstadt Elvas mit ihren Befestigungen“ von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Anfang des 8. Jahrhunderts bauten die Mauren auf römischen Festungsresten bedeutende Festungsanlagen auf, die im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurden. Das durch die Jahrhunderte immer umkämpfte Elvas beherbergt heute die größte erhaltene Bollwerk-Befestigungsanlage der Welt. Insgesamt 12 Forts bilden einen Gürtel um die Stadt und verteilen sich rund um das zentrale Kastell. Im 18. Jahrhundert wurde dann das sternförmige Fort Graca auf einem Felsvorsprung vor der Stadt gebaut.

Dieses Fort war mein erstes Ziel. Eine gigantische Anlage mit zwei Trockengräben rund um Kasernengebäude, Lagerhäusern, Quartiere und ein zweistöckiges Gouverneurshaus im Rokokostil liegen im Inneren der Anlage.

Am Nachmittag folgt dann noch ein Bummel durch die früher so wehrhafte Stadt, die trotz Weltkulturerbeliste kaum von Touristen besucht wird. Dabei sehe ich auch ein weiteres herausragendes Bauwerk: Das Aquädukt von Amoreira. 1498 begann man mit dessen Bau, die Vollendung war aber erst 1622. Über 8 Kilometer ist das Bauwerk lang, im Hauptteil besteht es aus vier übereinander gesetzte Bogenreihen auf Strebepfeilern.

Danach geht es auf einen Campingplatz etwas außerhalb, wo ich die Nacht zubringe. Abends läuft dann das erste Halbfinalspiel der Haie gegen die Eisbären. Leider lassen sich die Haie überrollen, machen zwar kein schlechtes Spiel, aber die Verteidigung und v.a. der Torhüter Juvonen schwächeln. Das geht am Freitag aber besser !

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