DI 21.04.2026
Wir verlassen die Pilgerstadt nach dem Frühstück und treffen bei der Fahrt bereits am Morgen auf viele Pilger, die diese eben erreichen.



Unsere Fahrt führt uns zunächst nach Norden, dann biegen wir nach Westen ab und treffen wieder auf die Küste. Eine kurze Fahrtunterbrechung beschert uns die Besichtigung des „Praia das Catedrais“, des Strandes der Kathedralen, wie es hier in Galizien heißt. Es handelt sich hier um einen besonderen Abschnitt der Steilküste. Dunkle Schieferfelsen bilden die Küstenlinie und große Felsen liegen vor der Küste im hellen Sand. Trotz Wochentag und Vorsaison sind viele Menschen hierher gekommen. Die schöne Landschaft muss für Selfies und Posen der Liebsten herhalten.
Zum Übernachten fahren wir auf einen Wohnmobilstellplatz entlang unserer Route. Der Platz ist so neu, dass die sanitären Einrichtungen im Damenbereich noch nicht fertiggestellt sind. Auch in Spanien gibt es wohl Probleme mit Handwerkern.
MI 22.04.2026



Weiter geht´s, ostwärts an der Nordküste Galiziens entlang. Die Autobahn verläuft teils nahe der Küstenlinie, die Gegend wird bergiger, Tunnels und Talbrücken häufen sich. Etwa mittig zwischen Gijón und Santander biegen wir gen Süden ab. Nach einigen Kilometern werden Tal und Straße schmäler, die Berge werden höher und rücken näher an uns heran. Kontinuierlich geht es entlang des Flusses Cares nach oben in das spanische Mittelgebirge „Picos de Europa“, Spitzen, bzw. Gipfel Europas. Vermutlich stammt die Bezeichnung von den Seefahrern, die dieses Kalksteingebirge als erstes von ihrem Heimatkontinent wahrnahmen, wenn sie von ihren Fahrten aus Amerika zurückkehrten. Bereits 1918 wurde dieses Gebiet zum Nationalpark erklärt, es ist damit der älteste Nationalpark Spaniens !

In Potes, dem größten Ort des Nationalparks, machen wir Rast bei Kaffee und Kuchen. Entlang der Hauptstraße finden sich viele Lädchen mit Leckereien, Wein und Mitbringsel. Ich werde fündig und erstehe ein T-Shirt und einen Kapuzenpullover mit schönen Motiv. Aber irgendetwas stimmt mit dem Pulli nicht, ist er doch zu klein für mich: 9-10 Jahre steht auf dem Etikett. (((-:
Unser ursprüngliches Übernachtungsziel mussten wir aufgeben, da der dortige Campingplatz noch geschlossen hat, wir finden unterwegs aber Ersatz und landen auf einem Platz nahe bei Potes auf etwa 350 m ü.NN. Hier sind wir zunächst die einzigen Gäste, später kommt noch ein holländisches Paar mit Zelt hier an.

Da bei unserer Ankunft niemand an der Rezeption war und auch telefonisch keiner zu erreichen war, erkundigen wir uns im Restaurant nebenan und dort hilft man uns weiter. Gleichzeitig erfahren wir, dass heute nur noch bis 17:00 h geöffnet ist und dann erst wieder am Freitag aufgemacht wird. So kommen wir dann zu einem frühen Abendessen.